04.07.2025

Sensibilisierung für das Vorkommen der Tigermücke


Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine invasive Art, die bereits mehrfach in zahlreichen Gemeinden Belgiens nachgewiesen wurde.
Der durch die Globalisierung bedingte Warenverkehr hat ihre Einschleppung auf unseren Kontinent erleichtert. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich fest im Süden Europas etabliert, etwa in Spanien, Italien und Frankreich. Aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels und ihrer bemerkenswerten Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Umweltbedingungen breitet sich diese Mückenart langsam nach Nordeuropa aus.

Ihre Anwesenheit bleibt nicht ohne Folgen für die öffentliche Gesundheit. Nachdem sie eine bereits infizierte Person (vermutlich Rückkehrer aus dem Ausland) gestochen hat, kann die Tigermücke Viren wie Dengue, Chikungunya oder Zika übertragen. Sobald sich diese Mückenart in unserem Gebiet etabliert hat, stellt jede Person, die sich während einer Reise mit einer dieser Krankheiten infiziert hat, ein Risiko für eine lokale Virusübertragung dar.

Die Überwachung der Tigermücke in der Wallonie ist daher von entscheidender Bedeutung. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht ein schnelleres Eingreifen und eine effektivere Bekämpfung der Population.

Unter der Koordination des Föderalstaates und der Regionen wurde das projet MEMO+ (Monitoring of Exotic MOsquitoes) ins Leben gerufen. Dieses Projekt wird von Sciensano (Belgisches Institut für Gesundheit) und dem IMT koordiniert und umgesetzt. Als regionaler Partner von MEMO+ unterstützen wir den Aufruf zur Wachsamkeit der Bürgerinnen und Bürger. Unsere Mitbürger werden gebeten, jeden Verdacht auf das Vorkommen der Tigermücke über eine spezielle Plattform zu melden, die von Sciensano verwaltet wird: www.surveillancemoustiques.be.

In diesem Zusammenhang bitten wir um Ihre wertvolle Mitarbeit, um diese Information an die Einwohner Ihrer Gemeinde weiterzugeben, damit die Bevölkerung wirksam sensibilisiert und mögliche Risiken im Zusammenhang mit dieser Mücke verhindert werden können.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, laden wir Sie ein, über Ihre lokalen Kommunikationskanäle Folgendes zu verbreiten:

Sollte über die Plattform Surveillancemoustiques.be eine Meldung über das Vorkommen der Tigermücke aus Ihrer Gemeinde eingehen, wird Sciensano Kontakt mit Ihrem Gemeinderat aufnehmen, um gemeinsam mit Ihnen und dem SPW Sensibilisierungs- und Bekämpfungsmaßnahmen zu koordinieren. Mit Unterstützung der Region wird dann eine gezielte Informationskampagne für die Anwohner in der Nähe des Fundortes organisiert. Diese werden über Maßnahmen zur Beseitigung von Brutstätten und zur Meldung weiterer Beobachtungen auf www.surveillancemoustiques.be  informiert. Schließlich wird auch eine Zusammenarbeit zwischen Ihrer Gemeinde und den regionalen Diensten eingerichtet, um eine Ausbreitung einzudämmen.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und danken Ihnen im Voraus für Ihre Mitarbeit.